Kultur, Gestalten / Kursdetails

Hamburgische Staatsoper

Opernfahrten Spielplan 2022/2023

Drei choreografische Gedichte über ein mythisches Thema
Ballett von John Neumeier


Sylvia
Freitag, 21.10.2022, 19:30 Uhr

Staatsoper Hamburg - HAMBURG BALLETT

Musik: Léo Delibes
Choreografie und Inszenierung: John Neumeier

Ebenso wie sein Ballett "Das Lied von der Erde" ist "Sylvia" ein Werk, das John Neumeier für das Ensemble der Pariser Oper schuf, bevor es in das Repertoire des HAMBURG BALLETT überging. Auf der Grundlage der originalen Ballettmusik von Léo Delibes kreierte Neumeier eine moderne Adaption, die den Konflikt zwischen Pflicht und Liebe und den dazugehörigen Diana-Mythos thematisiert.

Die Uraufführung von "Sylvia" (Louis Merante) 1876 an der Pariser Oper signalisierte einen Wendepunkt in der Ballettgeschichte: die Abkehr vom romantischen Ballett und dem von ihm geprägten ätherischen Frauenbild. Aus der Fee und Sylphide wurde die sportlich kämpfende "Sylvia" - eine Frau, die versucht, ihre Balance zu finden zwischen Härte und Zartheit, Angriff und Hingabe, die erst Sinnlichkeit erfahren und Leidenschaft durchleben muss, um die einfache, schlichte Liebe zu entdecken.


Turnadot
Freitag, 18.11.2022, 19:30 Uhr

Staatsoper Hamburg - Oper von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache

Inszenierung: Yona Kim
Dramaturgie: Angela Beuerle

Einer Frau wurde einst Gewalt angetan, nun hat Prinzessin Turandot Rache geschworen: Kein Mann soll sie je besitzen. Wer um sie wirbt, wird dem Henker übergeben, wenn er nicht ihre drei Rätsel löst. Viele Prinzen sind bereits gescheitert und tot. Da kommt ein Namenloser auf der Flucht vor Krieg und Tod und wagt die Probe.

Das Märchenhafte der Oper wird hier zum Gewand einer Geschichte von Begehren, Macht und Ohnmacht. Das weibliche Begehren gegen das männliche, die väterliche Macht gegen die der Töchter, die sich aufopfernde gegen die selbstbestimmte Liebe. Wird am Ende nach so viel Blutvergießen noch Liebe möglich sein? Die Oper wurde nicht vollendet, die Frage nicht beantwortet — 1924 stirbt Puccini und sein Zeitalter endet.


Lady Macbeth von Mzensk
Samstag, 28.01.2023, 19:30 Uhr

Staatsoper Hamburg - Oper von Dmitri Schostakowitsch
In russischer Sprache

Inszenierung: Angelina Nikonova
Chor: Eberhard Friedrich

Eine Frau wird zur Mörderin, und doch gilt ihr die Sympathie des 26-jährigen Komponisten Schostakowitsch. Katerina Ismailowa – Täterin und Opfer zugleich – befreit sich aus der Kaufmannswelt voller Stumpfsinn, Habgier und Grausamkeit, indem sie ihren Ehemann vergiftet, um mit dem Geliebten leben zu können. Dazu eine Musik von radikaler Vitalität, die das Recht auf die eigene Lust, auf rücksichtslos gelebte Freiheit vehement zum Ausdruck bringt.

Der internationale Erfolg der Oper von Leningrad bis New York, von Stockholm bis Zürich wurde jäh beendet, als Stalin sein Missfallen kundtat. "Lady Macbeth von Mzensk" wurde auch für den Komponisten zum Schicksalswerk.


Don Pasquale
Sonntag, 19.03.2023, 19:00 Uhr

Staatsoper Hamburg - Oper von Gaetano Donizetti
In italienischer Sprache

Inszenierung: David Bösch
Dramaturgie: Detlef Giese

Eine überaus gelungene rasante und freche Neuinszenierung von David Bösch! "Die vielen liebevollen Regie-Einfälle und die Sängerinnen und Sänger begeisterten das (Hamburger) Publikum." (ndr.de)

Ein älterer, schrulliger Herr, wohlhabend und bereit für eine letzte lustvolle Liebe, dazu ein junges Paar in Geldnot und ein befreundeter Arzt, der die perfekte Intrige parat hat, um die individuellen Wünsche in einer Dreieckskonstellation in die Luft gehen zu lassen - ein böses Spiel und doch so wunderbar unterhaltsam! Die vier Figuren scheinen frisch der Commedia dell’arte entsprungen und doch stehen sie als Menschen da: verletzlich, angreifbar und voller unvereinbarer Sehnsüchte.

Status: Kurs abgeschlossen

Kursnr.: 22B21222

Beginn: Fr., 21.10.2022, 19:30 - Uhr

Dauer: 4 Termine

Kursort: Hamburgische Staatsoper

Gebühr: 270,00 € Die Abrechnung der Gebühr erfolgt über das Abo.

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